Wenn die Messe Augsburg zum Ozean wird: Ein Blick hinter die Kulissen der Puppenkisten-Verfilmung von „Der Regenbogenfisch“

„Der Regenbogenfisch“: neuer Puppenkisten-Film.

Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit die Dreharbeiten zur neuesten Puppenkisten-Verfilmung in der Messe Augsburg zu besuchen. Vor Ort entstand die aufwendige Verfilmung von Marcus Pfisters „Der Regenbogenfisch“.

Als Journalistin mit Wurzeln in Augsburg beobachte ich besondere Projekte in meiner Heimatstadt immer mit besonderem Interesse. Wo sonst Fachmessen und Kongresse stattfinden, wurde eine vollkommen abgedunkelte und präzise ausgeleuchtete Unterwasserwelt errichtet – inklusive schwebender Puppenfiguren, Kraken und detailreich gestalteter Korallenkulissen.

Klassisches Puppenspiel und moderne Filmtechnik

Für die Augsburger Puppenkiste war diese Produktion das erste große Kinoprojekt seit längerer Zeit. Die Verfilmung wird von der Claussen+Putz Filmproduktion in Koproduktion mit STUDIOCANAL und Zodiac Pictures umgesetzt. Die Herausforderung bestand darin, das traditionelle Kunsthandwerk des Puppenspiels mit den Anforderungen modernen Filmschaffens zu verbinden. Die Entscheidung für die Messehallen beruhte auf handfesten logistischen und technischen Kriterien. Denn die Hallen boten die notwendige Deckenhöhe für Rigging und Abhängungen, kontrollierbare Licht- und Akustikverhältnisse sowie ebenerdige Zufahrten für den Transport des umfangreichen Equipments.

Was die Zuschauer erwartet?

Am Rande der Dreharbeiten konnte ich kurz mit Florian Moch von der Augsburger Puppenkiste sprechen. Er gab mir einen Einblick in das künstlerische Konzept hinter der Verfilmung: „Bei dem neuen Puppenkistenfilm, den wir hier gerade drehen, erwarten die Zuschauer viele neue Charaktere, die sie bisher noch nicht kannten. Etwa den Regenbogenfisch als Puppenkisten-Protagonisten, große bunte üppige Welten, die auf der Kinoleinwand ihre Wirkung hoffentlich schön entfalten und größer sind, dreidimensionaler sind als das, was man bisher aus dem Theater kennt. Und der Regenbogenfisch wird hoffentlich ein Film, der weit über die Grenzen von Augsburg hinaus gesehen wird.“

Florian Moch, Regie & Drehbuch „Der Regenbogenfisch“
Florian Moch, Regie & Drehbuch „Der Regenbogenfisch“

Es ist schön zu sehen, wie ein traditionsreiches Stück Augsburger Kulturgeschichte den Schritt erneut auf die große Leinwand wagt. Die Puppenkiste beweist dabei einmal mehr ihre Fähigkeit, handwerkliche Tradition zu bewahren und gleichzeitig zeitgemäß weiterzuentwickeln.

Der Bundesstart von „Der Regenbogenfisch“ ist für den 19. November 2026 angekündigt.